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Ergänzungsfuttermittel beim Pferd

Jeder, der selbst ein Pferd besitzt oder sich schon ein wenig mit diesem Thema auseinandergesetzt hat, weiß, dass kein Pferd wie das Andere ist.

Je nach Ihrem ursprünglichen, bzw. heutigen, Verwendungszweck variiert diese Gattung von Ponys, mit unter einem Meter Stockmaß, bis zu Arbeitsrassen, mit über einer Tonne Lebendgewicht. Die Bandbreite dazwischen ist riesengroß.  

Grundsätzlich besteht die Ernährung eines Pferdes aus Raufutter und Kraftfutter. Unter Raufutter versteht man Heu und Stroh, während Kraftfutter, zum Beispiel Hafer, Pellets, Müsli oder ähnliches sind. Der Bedarf an Kraftfutter richtet sich hierbei nach dem Typus des Tieres, der Haltung und der Arbeitsintensität. Raufutter sollte im Optimalfall immer in ausreichenden Mengen zur Verfügung stehen, um den empfindlichen Magen zu beschäftigen. Ein Freizeitpartner, der zwei Mal in der Woche einen gemütlichen Ausritt ins Gelände macht, hat klarerweise einen viel geringeren Energiebedarf als z.B. ein Turnierpferd oder ein aktives Arbeitspferd.  

Ergänzungsfuttermittel können in jedem Aspekt der Pferdehaltung zum Einsatz kommen. Diese sogenannten Supplemente gibt es in Form von Pellets, Pulver oder auch flüssig zu kaufen. Zugeschnitten auf den jeweiligen, gewünschten Effekt kann hier in vielen Bereichen unterstützend zugeführt werden

Wenn ein Pferd keine Arbeit verrichtet und nur mit Raufutter gefüttert wird, können hier Ergänzungsfuttermittel zum Einsatz kommen, da diese Ernährung den Bedarf an Mineralstoffen und Vitaminen nicht zwangsläufig deckt. Hier liegt das Hauptaugenmerk auf einer optimalen Versorgung mit Spurenelementen wie Selen und Biotin zur Herstellung einer optimalen Grundversorgung. Ein aktiver Darm, Huf- und Fellgesundheit und viele weitere Bereiche können hier wirksam unterstützt werden.  

Ein Turnier oder Arbeitspferd ist ein Hochleistungssportler, welcher auch dementsprechend versorgt werden muss. Zusatzfuttermittel können hier sowohl die Leistung erhöhen, als auch die Regeneration unterstützen. Nach starker Anstrengung im Zusammenhang mit starkem Schwitzen können Supplemente dabei helfen den Wasser- Elektrolythaushalt wieder schneller ins Gleichgewicht zu bringen und die ausgeschwemmten Körpersalze wie Natrium, Kalzium und andere wieder zu, zu führen. Auch die Entsäuerung von überanstrengten Muskeln kann mit dem richtigen Ergänzungsfuttermittel beschleunigt werden.  Bei Turnierpferden empfiehlt es sich vor der Gabe zu kontrollieren, ob bestimmte Inhaltsstoffe unter die Dopingverordnung fallen, bzw. wie lange die Karenzzeit nach der Gabe beträgt, um ein böses Erwachen im Turnier zu vermeiden.  

Auch ein wesentlicher Einsatzbereich von Ergänzungsfuttermitteln sind trächtige Stuten und Fohlen bzw. Jungpferde. Hier kann schon in den ersten Lebensjahren durch die optimale Versorgung mit Mineralien wie Kalzium, Magnesium und Phosphor ein solider Grundstock für ein gleichmäßiges, gesundes Wachstum gelegt werden. Bei Zuchtstuten hat sich eine zusätzliche Gabe von Vitamin E, Beta Karotin und Spurenelementen bewährt, um sowohl die Fruchtbarkeit als auch die Trächtigkeit zu unterstützen.  

Neben der körperlichen Komponente kann durch die Gabe von magnesiumhaltigen Supplementen, Nervosität, Schreckhaftigkeit und innerer Unruhe entgegengewirkt werden. Biotin für die Hufe, Teufelskralle für die Gelenke bzw. den Bewegungsapparat oder Kräutermischungen für die Atemwege und die Lunge, für beinahe jeden Problembereich gibt es das passende Ergänzungsfuttermittel, auch bei der Ralf Michling Tierärztliche Praxis. Trotzdem sollte nicht vergessen werden, dass diese Mittel zwar durchaus wirksam sind, allerdings nicht den Besuch beim Tierarzt oder Hufschmied ersetzen sollten.